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Studienfahrt Köln – zwischen Schokolade und Kultur
Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 1 begab sich gemeinsam mit Frau Höwing vom 27.10.2011 bis 28.10.2011 auf Studienfahrt nach Köln. Während wir im Unterricht dem Essen bislang nur theoretisch auf der Spur waren, ergab sich die perfekte Möglichkeit, dem Essen mit allen Sinnen zu folgen.
Treffpunkt war am Donnerstagmorgen der Bruchsaler Hauptbahnhof. Von dort aus machten wir uns dann gemeinsam – inklusive Sparticket – auf den Weg nach Köln. Die fünfstündige Bahnfahrt über Mannheim, Mainz und Koblenz führte uns direkt am Rhein entlang, mit einer tollen Aussicht auf die teilweise unberührte Natur, die Weinberge, kleine Burgen und das ein oder andere Schiff.
Wir kamen an der Haltestelle Ingelheim am Rhein vorbei, an der uns Frau Höwing von Hildegard von Bingen in ihrem Kräutergarten erzählte, den wir aus zeitlichen Gründen leider nicht besuchen konnten. Das Wahrzeichen Kölns, der Dom, erstreckt sich über 157 Meter in die Höhe und ist das dritthöchste Kirchengebäude Europas. Vom Hauptbahnhof aus kann man den Dom bestens in Augenschein nehmen.
Schnell noch ein paar Bilder von einem der wohl faszinierendsten Bauwerke Europas geknipst, dann machten wir uns auch schon auf den Weg in die Jugendherberge, die zu unserer Freude nur wenige Gehminuten von Hauptbahnhof entfernt liegt.
Nach einer kurzen Verschnaufpause machten wir uns auf den Weg, um unser erstes Ziel, das Senfmuseum, in Angriff zu nehmen. Auf dem Weg dorthin verzauberte Köln uns ein weiteres Mal, die Altstadt mit ihren traditionellen Häusern und der Rhein, der schon früher ein wichtiger Multiplikator für den Handel war. Im Senfmuseum erfuhren wir einiges über die Herstellung von Senf. Die nette Frau, die uns dort bediente, demonstrierte uns mit einer Mühle wie der Senf früher hergestellt wurde. Der traditionelle ABB Senf wird auch heute noch so hergestellt. Bei dieser Art der Herstellung tritt ein sehr intensiver Senfgeruch auf, der leicht in den Augen brennt. Anschließend durften wir in die verschiedensten Geschmackswelten des Senfs eintauchen (z.B. Senf mit Honig, Pflaumen, Chili oder Weißwein). Zugegeben, das hat nicht bei jedem den Geschmacksnerv getroffen, aber trotzdem fanden wir es sehr interessant.
Danach wollten wir noch eine Schiffsfahrt auf dem Rhein machen, doch die ist wortwörtlich ins Wasser gefallen, da wir 15 Minuten zu spät dran waren. Das machte nichts, denn dafür machten wir uns auf den Weg zum Dom, um die etwa 500 Stufen in Angriff zu nehmen und hinaufzusteigen, um dann den wohl herrlichsten Blick über Köln zu haben. Der Weg nach oben hat es in sich und wir waren sehr schnell außer Atem, trotz unserer Sportlichkeit durch den wöchentlichen Sportunterricht.
Als wir den Rücktritt antraten, erwartete uns Frau Höwing im Dom. Sie zeigte uns die wunderschönen, bunten Fenster des berühmten deutschen Malers Gerhard Richter und erklärte uns die Geschichte dazu. Nachdem wir jeder eine Kerze angezündet haben, brachen wir in die Altstadt auf, um etwas zu essen und natürlich um zu shoppen!
Um 20:00 Uhr trafen wir uns wieder im Hostel, um gemeinsam Köln bei Nacht unsicher zu machen. Am zweiten Tag führte uns eine Reiseleiterin quer durch Köln und durch die Geschichte der größten Stadt Nordrhein-Westfalens. So teilte sie uns zum Beispiel mit, dass der Dom im Grunde weiß wäre, aber durch die Einflüsse der Umwelt im Lauf der Zeit diesen grauen Schimmer bekommen habe.
In dem Schokoladenmuseum erfuhren wir vieles über die Entwicklung und Herstellung von Schokolade über Kakao-Anteile bis hin zur Höhe des Schokoladenverbrauchs, in den verschiedensten Ländern der Welt im vergangen Jahr.
Das absolute Highlight war der Schokoladenbrunnen. Einfach zum Dahinschmelzen. ;-)
Köln ist eine wunderschöne Stadt , wir erlebten dort eine schöne und gleichzeitig lehrreiche Studienfahrt. Um es auf „Kölsch“ zu sagen: Dat wor e scheener Tag.
Text: Victoria Brecht, J1a
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