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Comeniusprojekt 2010-2012: « Les loisirs des jeunes en Europe » (Die Freizeitaktivitäten der Jugendlichen in Europa)
Begegnung der Jugendlichen aus Frankreich und Ungarn an der HLA Bruchsal vom 26.02 – 06.03.2011
Im Rahmen des von der EU subventionierten COMENIUS – Projektes ist die HLA Bruchsal während einer Woche Schauplatz der ersten Begegnung zum Thema „Die Freizeitaktivitäten der Jugendlichen in Europa“ zwischen den deutschen Schülerinnen und Schüler der HLA und ihren Partnern aus Gigean (Frankreich) und Kesckemet (Ungarn).
Insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler und vier begleitende Lehrerinnen und Lehrer, Frau Béatrix Hansemann und Frau Laure Lescure aus Gigean und Frau Erzsébet Farkashalmi und Herr Domonkos Mikulás aus Kesckemet – verbrachten diese Woche in Bruchsal. Am Montag stand ein Projekttag in der HLA zum teilweise unterschiedlichen Freizeitverhalten der Jugendlichen in Europa auf dem Programm. Am Dienstag besuchten die Schülerinnen und Schüler das Europa-Bad in Karlsruhe und waren am Abend bei der Sendung „RNF-Live“ in Mannheim zu Gast. Der Besichtigung des Bruchsaler Schlosses am Mittwochvormittag schloss sich ein Sportnachmittag im „GBZ“ an. Ein Höhepunkt der Begegnung war am Abend ein gemeinsames Essen in der HLA, bei dem die französischen, ungarischen und deutschen Schülerinnen und Schüler ein kleines abwechslungsreiches Programm gestalteten.
Um den ausländischen Gästen einen Einblick in das Fastnachtstreiben der Region zu gewähren, stand am Donnerstag Abend nach dem Besuch des Kurpfälzischen Museums und des Schlosses von Heidelberg der Besuch einer Fastnachtsveranstaltung in Odenheim auf dem Programm. Am Freitag klang dann die Woche mit einem Aufenthalt in Karlsruhe (Naturkundemuseum und Shopping) aus. Die ungarischen Gäste reisten am Samstag ab, die französischen Gäste am Sonntag.
Im Oktober 2011 fliegen jeweils 10 Schülerinnen und Schüler der HLA zur 2. Begegnung in Gigean und im März 2012 zur 3. Begegnung in Kesckemet.
Text: Manfred Trupka
Bilderpräsentation [150.141 KB] (Word 2003-2007)
COMENIUS-Projekt am LEAP CESTAC « LA GARDIOLE » in
Gigean vom 9. -16. Oktober 2011
Montag – 10. Oktober 2011
Segeln auf dem Étang de Thau
Den ersten Tag unseres Frankreichaufenthaltes verbrachten wir in Mèze am Étang de Thau zum Segeln.
Dort wurden wir in Gruppen aufgeteilt und bekamen unsere Sicherheitswesten und Boote zugeteilt. Manche segelten auf Katamaranen, manche auf Segelbooten.
Ein Segellehrer vom Yacht-Club Mèze erklärte uns den Aufbau der Boote und wie wir diese zu steuern hatten. Kaum hatten wir den Wind in den Segeln, ging es auch schon los. Der Segellehrer fuhr mit seinem Motorboot vor uns her, damit wir wussten, wo es lang geht. Anfangs gab es ein paar Schwierigkeiten mit dem Wenden, vor allem wenn der Wind fehlte, doch bald hatten wir den Dreh raus und wussten wie man am schnellsten segeln kann.
Nach einer Mittagspause in der dortigen Cafeteria konnten wir gestärkt weiter segeln. Da nun die warme Nachmittagssonne schien, war dies auch angenehmer als vorher und wir hatten sehr viel Spaß. Um 16 Uhr endete unser gemeinsames Programm und wir fuhren zurück in unsere Familien. Insgesamt war dieser Montag einer der schönsten Tage unseres Aufenthaltes.
Angela Brancato /Nora Sauer
Dienstag – 11. Oktober 2011
Stadtführung durch Montpellier
Am Dienstag, den 11.10.11, trafen wir uns um 10 Uhr am Informationszentrum an der „ PLACE DE LA COMEDIE“. Dort erwartete uns auch eine nette Dame, die uns die Altstadt Montpelliers zeigte.
Danach brachte sie uns zu einer Cellobauerwerkstatt, die wir auch besuchten. Der Cellobauer hieß Nicolas Gilles und berichtete uns ein wenig über seine Lebensgeschichte, anschließend alles rund ums Cello: die Herstellung und den Bau eines Cellos bzw. einer Violine, die Preisklassen seiner hergestellten Instrumente und die Materialien.
Danach folgte eine Führung durch einige der schönsten Innenhöfe Montpelliers, darunter auch das „MAISON DE HEIDELBERG“, das über den schönsten Innenhof Montpelliers verfügt und die „Botschaft“ Heidelbergs in der Partnerstadt Montpellier beherbergt. Heute noch wird dieses Gebäude teilweise bewohnt und einige Räume werden auch als Büros genutzt.
Nach den Führungen und dem Besuch beim Cellobauer folgte ein gemeinsames Picknick im Park „Esplanade“ im Stadtzentrum, wobei wir das wunderschöne Wetter im Freien genießen konnten. Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Die
meisten Schülerinnen und Schüler verbrachten diese Zeit mit Shoppen in der schönen Altstadt oder einfach nur mit gemütlichen Kaffeetrinken in der Sonne.
Anaïs Kalinowiez/Denise Ernstberger
Mittwoch – 12. Oktober 2011
Sportvormittag, Essen und Fest in der Schule
Am Mittwoch, dem 12.10.2011 begannen wir, wie jeden Morgen, den Tag in den jeweiligen Gastfamilien. Nach einem stärkenden Frühstück trafen sich alle am Austausch beteiligten Schüler/innen in der Schule der Gastgeber.
Von dort aus brachen wir in Richtung der neuen Sporthalle von Gigean auf, in der wir nach kurzer Einteilung in gemischte Gruppen, von 10-12 Uhr an einem Tischtennisturnier teilnahmen.
Nach den lustigen und fairen Wettkämpfen gingen wir wieder zurück in die Schule, wo auch schon allerhand landestypische Spezialitäten und Köstlichkeiten zum Verzehr auf uns warteten. Für eine musikalische Umrahmung des Nachmittagprogramms sorgte ein regional bekannter DJ, der auch die sich anschließende Siegerehrung übernahm.
Es bedankten sich nacheinander die ungarische Führung, unser Herr Trupka und die französischen Gastgeber für einen gelungenen Austausch und eine sehr sympathische Atmosphäre unter den Teilnehmern. Besonders hervorzuheben ist der Austausch kleinerer Geschenke zur Erinnerung an dieses Comenius-Projekt.
Anschließend standen gemeinsame Programmpunkte auf der Tagesordnung.
Der ungarische Part: die Schülerinnen und Schüler stellten sich nacheinander noch einmal vor und erklärten dabei, welche berühmten Persönlichkeiten und bekannten Erfindungen aus ihrem Heimatland stammen, so z.B. Férenc Puskas, der Fußballspieler des Jahrhunderts in Ungarn.
Ihr Vortrag wurde von einem für Ungarn typischen Folkloretanz abgerundet.
Bei der Darbietung der Deutschen, bestehend aus drei Liedvorträgen („99 Luftballons“, „Denkmal“ und „Je veux“) wirkten auch die Jugendlichen von den beiden anderen Ländern mit. Besonders „99 Luftballons“ ist besonders gut bei den Franzosen und Ungarn angekommen.
Die französischen Schülerinnen sangen Lieder auf Okzitanisch, einer Sprache, die früher in der Region Languedoc-Rousillon gesprochen wurde.
Als die viel zu schnell voranschreitende Uhr auch schon wieder erbarmungslos die schöne gemeinsame Zeit beendete, folgte ein nicht weniger angenehmer und unterhaltsamer Abend in den Gastfamilien.
Dennis Weber/Steven Müller
Donnerstag - 13. Oktober 2011
Tambourin – Theorie und Praxis
Am Donnerstag war der Tag des Tambourins. Bis ungefähr 10 Uhr am Morgen, als der Bus uns schließlich nach einer angenehmen Fahrt am Tambourin-Museum in Gignac absetzte, wurden hitzige Debatten geführt, was der Tambourinsport wohl sein könnte. Da diese Debatten aber unserer Ratlosigkeit kein wirkliches Ende setzten, ließen wir uns letzten Endes doch überraschen.
Wie wir im Museum fasziniert feststellten, sieht das Sportgerät tatsächlich wie das Musikinstrument aus; lediglich die Schellen fehlen. Uns wurden verschiedene Tambourins gezeigt, die meist immer gleich hergestellt werden und sich hauptsächlich im Design unterscheiden. Wir hatten das Glück bei der Herstellung eines Tambourins live dabei sein zu können. Die Herstellung eines Tambourins erfolgt so: Über einen heute aus Kunststoff bestehenden, meist mit Kupferdraht verstärkten Ring wird ein synthetischer Stoff gespannt (ähnlich dem Fell des Tambourininstruments). Dieser Stoff wird sehr hart gespannt, damit der Ball daran gut abprallt und weit fliegt. Um bei den wirkenden Kräften die Kontrolle zu behalten und Verletzungen vorzubeugen, wird am Griff des Tambourins zusätzlich ein Ledergriff angebracht, den man sich um das Handgelenk legt.
Die Bälle, die für den Tambourinsport benutzt werden, ähneln einem Tennisball. Diese Bälle gibt es auch in kleineren und in weicheren Formaten, die dann von Kindern gebraucht werden.
Die Regeln des Tambourinspiels ähneln im Großen und Ganzen denen des Tennis. Der Ball darf auf der eigenen Spielhälfte nur einmal aufkommen und muss dann in das gegnerische Feld geschlagen werden. Es spielen 5 Spieler in einer Mannschaft.
Nach dem Museumsbesuch folgte das Picknick, das die Vorfreude auf die bald darauf folgende Praxis des Tambourinspiels nur noch erhöhte.
Dann wurden wir schließlich zum Spielfeld des „Club de Cournonteral“ gebracht. Dort bekamen wir eine professionelle Einweisung über die Techniken des Tabourinspiels. Nach diversen Übungen ging es dann auch los: Die internationale Lehrermannschaft spielte gegen die größtenteils deutsche Schülermannschaft. Das temporeiche Spiel machte bis zum Ende hin aus allen Beteiligten Profis. Nach dem über eine Stunde andauernden erbitterten Match ging schließlich die Lehrermannschaft als Sieger hervor. Dies war aber auch der lautstarken Fangemeinde namens Herr Trupka und Herr Frey zu verdanken, die es schaffte, ein ganzes Dutzend der Schülerfans zu übertönen.
Nach diesem sportlichen Nachmittag freuten sich schließlich alle auf einen entspannten Abend in der Familie oder auf einen abwechslungsreichen Abend mit den Austauschschülern bzw. Austauschschülerinnen.
Julian Schlindwein/Dominik Hotz
Freitag – 14. Oktober 2011
Pézenas und Molière
Wie auch in den vergangenen Tagen trafen sich die 10 deutschen und 10 ungarischen Schüler und Schülerinnen um 8:30 Uhr in der Schule in Gigean. Kurz vor 9:00 Uhr verließen wir mit unseren Lehrkräften die Schule und marschierten zum Bus, der uns nach Pézenas bringen sollte. Während der ca. 45-minütigen Fahrt genossen wir bei strahlendem Sonnenschein die volle Pracht Südfrankreichs, eine herrliche Landschaft mit vielen Weinbergen, schönen Häusern im mediterranen Baustil, und all das mit einem teilweisen Blick auf das Mittelmeer! In Pézenas angekommen gingen wir zur Touristikinformation, in der wir ein Museum über Molière, einer der berühmtesten französischen Schriftsteller, besuchten. Doch das Museum war kein gewöhnliches Museum, es war wie eine Art großes Theater. Die Vorführung war in 5 Akte aufgeteilt, jeder fand in einem anderen Raum statt. Die Räume waren wie zu Lebzeiten Molières eingerichtet und dekoriert, auf einer Leinwand bekamen wir die Lebensgeschichte von Molière erzählt, 3 von 5 Akten sogar mit 3D-Effekt. Nachdem Herr Trupka das bequeme Sitzmobiliar gelobt hatte, endete der 5. Akt und die Vorstellung. Danach warteten wir vor dem Museum auf unsere ungarischen Freunde. Gegen 12 Uhr aßen wir gemeinsam das von unseren Gastfamilien vorbereitete Picknick in einem schönen Park im Schatten eines Molière – Denkmals. Anschließend hatten wir bis ca. 14Uhr Zeit, die schöne Altstadt von Pézenas zu erkunden, sich einfach in ein nettes Café zu setzen oder das eine oder andere Souvenir zu besorgen. Der Bus brachte uns wieder zurück in die Schule nach Gigean, wo dann auch gegen 15:10Uhr der 5. Tag endete und alle Schüler wieder zurück in ihre Familien fuhren.
Dies war auch der letzte Tag, an dem ein gemeinsames Programm für alle ungarischen und deutschen Schüler angeboten wurde. Das Wochenende verbrachten die Jugendlichen in ihren Austauschfamilien. Am Sonntagabend ging es mit „Ryanair“ wieder zurück nach Deutschland.
Daniel Fischer/Raphael Kemm
Comeniusgruppe in Gigean 2011